Warum ihr den Goldsektor keinesfalls ignorieren dürft!

Der Goldsektor befindet sich derzeit noch in einer gigantischen Bodenbildungsformation. Sobald diese vollendet ist winken hier fette Gewinne auf Jahre. Dieser Artikel geht darauf ein…  (10 min Lesezeit)

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Liebe Trader,

ich gebe es zu. Gold war die letzten Jahre als Asset-Klasse insgesamt nicht wirklich der große Bringer. 

Abbildung: Langfristiger Chart des Goldpreises in US-Dollar (Quelle: www.stockcharts.com)

Seit 2013 läuft der Preis mehr oder weniger konstant in einer Konsolidierungsphase zwischen ca. $1,050 und $1,400. Allzu große Gewinne waren damit nicht möglich, von ein paar Range gebundenen Trades einmal abgesehen.

Doch keine Range hälft ewig und RICHTIG Spaß macht der Goldpreis natürlich dann, wenn er ordentlich in Fahrt kommt. Wagen wir daher zunächst einen Blick zurück und sehen uns einmal an, über was für ein Potenzial wir hier überhaupt sprechen…

Der Beginn des letzten Goldbullenmarktes 2002 – das Brown`sche Tief

Der letzte Bullenmarkt begann zu Beginn des Jahrtausends. Damals, in den Jahren 1999-2002, fand Gold seinen Boden. Nach mehreren Jahrzehnten Abwärtsbewegung war endlich Schluss. 

Historisch betrachtet wird diese Periode auch gerne als das „Brown’sche Tief“ bezeichnet. Gordon Brown, der damalige britische Finanzminister, stellte zu seiner Amtszeit nämlich gleich eine ganze Reihe an „seltsamen Dingen“ an.

Zunächst einmal verkaufte er im besagten Zeitraum rund 50% der britischen Goldreserven. Das war natürlich erheblich. Brown hatte damals vor, die Erlöse in andere Fremdwährungen zu stecken. Einige Fragen wirft hierbei jedoch Browns Timing auf. Denn er führte diesen Verkauf an einem 20jährigen Tiefpunkt(!) des Bärenmarktes durch. Und als ob dies nicht schon genug wäre, kündigte er dies auch noch vorher öffentlich an und führte eine Spezialform der Auktion durch, bei der schrittweise niedrigere Gebote akzeptiert wurden (sog. „Dutch auction“).

Die Gründe, warum Brown dies tat, möchte ich jetzt hier nicht weiter vertiefen. Seine Schritte wurden jedoch hart kritisiert und die Liste der Vorwürfe reicht von „Goldpreisdrückung“ über „Inkompetenz“ bis hin zur korrupten Erfüllung „offener Gefallen bei Großbanken“, welche natürlich für das Gold als Käufer auftraten.

Der letzte Goldbullenmarkt: Als Investor zehn Jahre an der Sonne!

Fakt ist jedoch, dass nach diesem massiven Ausverkauf viele Short-Seller auf Long-Positionen beim Gold umstiegen und der Bullenmarkt 2002 dann an Fahrt aufnahm. Und das sogar satte 10 Jahre lang…

Abbildung: Langfristiger Chart des Goldpreises in US-Dollar (Quelle: www.stockcharts.com)

Wie ihr sehen könnt, stand der Goldpreis in US-Dollar am 02.01.2002 bei $278.50 pro Feinunze. In den folgenden Jahren bis zum September 2011 legte der Kurs dann weiter zu und erreichte stolze $1,923.70 in der Spitze pro Feinunze. Mit anderen Worten, wir sprechen hier von einem Zugewinn von 590,74%.

Erst im Mai 2013 zeichnete sich dann endgültig ab, dass der Goldpreis an Fahrt verliert und es kam zu einem Bruch der Unterstützung bei $1,526.70 pro Feinunze. Das vorläufige Ende der Aufwärtsbewegung war nun definitiv erreicht. Doch eine Menge Menschen haben in diesem Markt sehr viel Geld verdient, mich eingeschlossen!

Denn wenn wir von einer längerfristigen, konservativen Rendite von fast 600% sprechen, dann klingelt natürlich beim Swing- oder Positionstrader, der spekulativer vorgeht, in so einer Zeit erst recht die Kasse. Denn wer hier aktiver handelt, hat gleiche eine Reihe von Vorteilen.

Wir wollen genauer hinsehen…

Der Goldminensektor ist geradezu winzig!

Wenn ihr verstehen wollt, welches gewaltige Potenzial der Goldminensektor bietet, dann muss euch zunächst einmal klar sein, welche Kräfte hier überhaupt wirken. Ich spreche hier jetzt gar nicht einmal von fundamentalen Einflussfaktoren, was etwa den Goldpreis treibt. 

Vielmehr geht es mir hier um ein paar ganz typische Charakteristika des Goldsektors. Diese sind insbesondere:

  • Kleiner Sektor
  • Hohe Volatilitäten
  • Wenig Korrelation mit der Gesamtmarktentwicklung

Doch was bedeutet das genau?

Beginnen wir doch erst einmal mit einer Einordnung der Größe des Sektors. Katusa Research bietet hierzu einen interessanten Größenvergleich:

Abbildung: Marktkapitalisierung des Goldminensektors um Vergleich zu anderen US-Sektoren (Quelle: www.munknee.com)

Wie ihr im obigen Chart seht, ist der Goldminensektor von der Marktkapitalisierung her extrem klein und in keiner Weise auch nur ansatzweise mit Sektoren wie dem US Gesundheitssektor oder gar dem US-Finanzsektor zu vergleichen. 

Das bedeutet, dass der Sektor natürlich über eine sehr starke Volatilität verfügt. Denn wenn auch nur ein kleiner Teil des Geldes, was in den anderen Anlagesegmenten geparkt ist, in die Goldminen fließt, drückt das natürlich die Aktienkurse massiv nach oben. Gleiches gilt natürlich umgekehrt, wenn die Mittel abfließen. Mit anderen Worten, der Goldminen sind entweder „in“ oder „out“. Etwas dazwischen gibt es kaum. 

Ist der Sektor „heiß“, macht er sein Ding und läuft Jahr für Jahr für sich weiter. Ist er „kalt“, blutet er meistens derart stark aus, dass das Ergebnis einem Friedhof gleichkommt. Das aber wiederum gibt tolle Einstiegsmöglichkeiten mit sehr niedrigem Risiko. Denn hier liegt genau die große Chance!

Ich veranschauliche euch dies einmal nachfolgend am Chart des Goldbugs Index  (US-Ticker: $HUI).

Abbildung: Hui Goldbugs Index, monthly (Quelle: www.stockcharts.com)

In Grün und Rot findet ihr dabei die maximal mögliche, natürlich theoretische Performance, wenn man einen solchen Trade long oder short begleitet hätte. Das ist natürlich nicht realistisch in der Praxis. Und mir geht es hier auch nur um die Veranschaulichung er Bewegungsgröße. 

Wie ihr also seht, geht es hier bereits sehr wild zu. Und das Krasse dabei ist natürlich, dass wir hier ja nur über einen Korb aus Aktien sprechen. Es mitteln sich hier die großen Schwankungen oftmals also noch gegenseitig aus.

Bei einzelnen Titeln kann es damit natürlich noch viel extremer zugehen, wie etwa ein Blick auf Yamana Gold Inc. (US-Kürzel: AUY) zeigt.

Abbildung: Langfristiger Chart Yamana Gold Inc. (Quelle: www.stockcharts.com)

Auch hier habe ich euch die theoretische maximale Performance einmal dargestellt (bitte auch hier nur als Veranschaulichung betrachten – niemand behauptet, dass man am Tief kauft und am All Time High verkauft).

Zunächst einmal ging es von $1.43 auf $17.33 in der Spitze, was ein Maximalzuwachs von +1.111,89% in weniger als 4 Jahren ist. Was rauf geht, muss aber offensichtlich auch wieder heftig runter. Und so ging es von $17.33 wieder schnurstracks nach unten auf $2.89, ein Kollaps von 83,32% in nur wenigen Monaten.

Damit es aber nicht langweilig wird, raste der wildgewordene Aktiengaul darauf wieder zurück auf $18.72 und lieferte damit die nächsten +547,75% an Kursplus. Doch auch das hielt nicht und der Wert sackte wieder auf $1.35 zurück – der nächste Kursrückgang von bis zu 92,79% in kurzer Zeit. 

Wie gesagt, natürlich wäre es absurd anzunehmen, dass man solche Bewegungen von A bis Z voll mitnehmen kann. Solche Albernheiten will ich hier keinem aufs Brot schmieren. Aber ein Chart wie der obige zeigt doch, welche Kraft in den Bewegungen steckt. Und wer hier selbst nur den sicheren Teil der Bewegung handelt, wird reich beschenkt. Denn genau das passiert, wenn ihr einen kleinen Sektor habt, in dem Geld rein- und rausfließt. Es geht gehörig rund.

Warum das so ist? Ich habe es bereits erwähnt. Der Sektor ist einfach nur mikroskopisch klein im Vergleich zum Gesamtmarkt und „ersäuft“ förmlich in den Mengen an Geld, wenn das Big Money zugreift.

Nochmals eine Grafik zur Veranschaulichung von Katusa Research:

Abbildung: Marktkapitalisierung des Goldsektors im globalen Vergleich (Quelle: www.munknee.com)

Gerade einmal 1.4% der globalen Finanz Assets entfallen auf den Goldsektor (Physisch & Minen). Wenn nun die großen Adressen versuchen, sich hier zu positionieren, dann kommt das förmlich einem Quetschen durch ein Nadelöhr gleich.

Kann man damit den Goldsektor aber eigentlich überhaupt noch vernünftig handeln? Und geht es hier noch um das perfekte Timing?

Nun, nicht immer müssen es nur Volatilitätsexzesse sein…

Buy & Hold im Goldsektor? Bei den Volatilitäten?

Ihr lest richtig. Zumindest für eine gewisse Zeit lassen sich selbst im Goldsektor Positionen auch halten und kräftig damit Gewinn machen.

Was man dabei natürlich wissen muss ist, dass es im Goldminenbereich verschiedene Geschäftsmodelle gibt. Einerseits haben wir die klassischen Minen, deren Aktienkurse üblicherweise einen starken Hebel auf den Goldpreis bilden. Andererseits gibt es auch Unternehmen, welche gar keine eigenen Goldminen besitzen, sondern lediglich durch Provisionen und Anteile an Goldkäufen- und -verkäufen ihr Geld verdienen. Diese sind gewöhnlich weniger stark auf einen steigenden Goldpreis angewiesen und erzielen so konstantere Einnahmen. Das spiegelt sich dann natürlich auch im Aktienkurs wider. Und gerade hier springen dann auch die großen Adressen nicht ständig rein und raus.

Ein Beispiel hierfür ist etwa die Aktie der Franco-Nevada Gold Corp. (US-Ticker: FNV).

Abbildung: Langfristiger Chart der Franco-Nevada Gold Corp. (Quelle: www.stockcharts.com)

Bei $9.04 ging es im Oktober 2008 los und schnell ging der Kurs seitdem in einen Aufwärtstrend über. Der Spaß dabei: 

Im November 2017, also etwa 9 Jahre später, steht die Aktie bei satten $83.73. Lediglich 2012 wurde es dabei zwischenzeitlich mal kurz etwas turbulenter. Ansonsten war die Aktie für einen Gold-Titel sehr moderat unterwegs und hat noch immer charttechnisches Potenzial. Und das trotz Jahre langem Bärenmarkt bei Gold!

Das Resultat? Ein nahezu stressfreier Gewinn – im Basiswert – von +826,22%.

Es geht also selbst im kleinen Goldsektor auch ohne brutale Volatilitäten. Und genau das gibt dem Ganzen einen zusätzlichen Reiz!

Machen wir es daher kurz: 

Wir haben als Investoren und Trader den Luxus im Goldsektor, einerseits attraktive Haltepositionen finden zu können. Andererseits gibt es aber auch Titel die eben dank ihrer extremen Volatilität einen perfekten Nährboden für große Trading-Gewinne bieten.

Ein Wort zum Abschluss

Mit diesem Artikel wollte ich euch einen kurzen Überblick geben, was es im nächsten Bullenmarkt im Goldsektor alles an Chancen für euch geben wird. Wie ihr sehen konntet, kann ein solcher Bullenmarkt nicht nur viele Jahre lang sehr erfolgreich laufen, sondern er bietet euch auch ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um finanziell wirklich „auszusorgen“, wenn man es richtig angeht. Vor allem antizyklische Langfristinvestoren der Goldminen, welche Goldaktien aktuell mit bis zu einem 90%-Abschlag vom letzten Allzeithoch kaufen können werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Sicht von 5-10 Jahren ein großes Vermögen mit diese Werten generieren können.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich glaube, dass sich im Goldsektor in Zukunft eine sehr große Chance auftun wird. Verpasst daher auf gar keinen Fall den nächsten Goldbullen✌️

Beste Grüße aus Koh Phangan
Pasa

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