Retail-Trader aufgepasst: Die gefährlichsten Ferkeleien der Finanzindustrie

In diesem Artikel werfe ich einen Blick hinter die Kulissen und erkläre, welche Interessenkonflikte zwischen Retailtradern und der Finanzindustrie bestehen  (10 min Lesezeit)

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Liebe Trader,

sicher kennt ihr das? Es gibt Themen, die sind einfach richtige „Aufreger“. Klar, als Trader helfen einem Emotionen nichts, aber Mensch ist man ja „ab und an“ trotzdem noch.

Einen solchen „Aufreger“ möchte ich heute anschneiden. Dennoch bleibe ich natürlich sachlich, so wie ihr das von mir kennt (lediglich an der ein oder anderen Stellen geht es leider nicht ganz ohne einen „Seitenhieb“… Aber ihr werdet sicher gleich verstehen, warum…).

Worum geht es also?

Die Überschrift legt es ja bereits nahe: Wir sehen uns heute einmal an, wo ihr unbedingt aufpassen müsst, wenn ihr euch als Retail-Trader in der Finanzindustrie bewegt!

Und damit meine ich jetzt auch nicht die gerne in den Medien rauf und runter bejammerten „Tricks der großen Anleger“ (à la „Stop Loss Abfischen“ etc.), sondern ganz strukturelle Dinge. Dinge, die meiner Meinung nach viel zu wenig hinterfragt werden…

Die zwei Welten der Finanzindustrie: Unterschiede wie Tag und Nacht

Im Prinzip beginnt alles damit, dass ihr euch klar machen solltet, wie krass eigentlich der Unterschied zwischen privaten Anlegern und institutionellen Anlegern ist. Und damit meine ich nicht nur in Sachen Anlagevolumen… Das könnt ihr sogar handfest im Gesetz nachlesen. 

Lassen wir einmal die gute alte Wikipedia sprechen:

„Ein institutioneller Anleger (oder institutioneller Investor) ist ein Anleger, dessen Kapitalanlagen so hoch sind und/oder so häufig vorkommen, dass dafür ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb erforderlich ist. Gegensatz ist der Privatanleger. […] 

Institutionelle Anleger gelten im Sinne des § 67 Abs. 2 WpHG als „professionelle Kunden“, bei denen Wertpapierdienstleistungsunternehmen davon ausgehen können, dass sie über ausreichende Erfahrungen, Kenntnisse und Sachverstand verfügen, um ihre Anlageentscheidungen selbst zu treffen und die damit verbundenen Risiken angemessen beurteilen zu können. 

Für professionelle Kunden ist ein Finanzinstrument geeignet, wenn es den Anlagezielen entspricht (geborene professionelle Kunden) oder den Anlagezielen und den finanziellen Verhältnissen (gekorene professionelle Kunden). Zu den institutionellen Anlegern gehören Kreditinstitute, Investmentgesellschaften, Versicherungen, Fonds, Hedgefonds, Pensionskassen, Stiftungen, Kirchen oder sonstige Nichtbanken wie Großunternehmen oder Schattenbanken sowie der Bund und die Länder als nationale Regierungen bzw. regionale Regierungen im Sinne des § 67 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 WpHG. In einigen Rechtssystemen werden solche institutionellen Anleger auch als Qualifizierte institutionelle Investoren bezeichnet.“

Hier solltet ihr euch zwei Dinge merken:

  • Institutionelle Anleger und Privatanleger sind im Sinne des Gesetzgebers klare Gegenteile voneinander.
  • Bei institutionellen Anlegern können bzw. gehen Wertpapierdienstleistungsunternehmen davon aus, dass sie über ausreichende Kenntnisse, Sachverstand und Erfahrung verfügen, um ihre eigenen Anlageentscheidungen zu treffen und Risiken abzuwägen.

Das bedeutet im Umkehrschluss?

Der Gesetzgeber und die Finanzindustrie sagen ganz klar: Der Privatanleger ist eben gerade nicht in der Lage zu wissen, was er tut (salopp formuliert).

Daraus ergibt sich natürlich ein erhebliches Niveaugefälle im Bereich Kenntnisse und Erfahrungen und die Finanzbranche muss den Privatanleger an die Hand nehmen. Doch genau hier beginnt natürlich das Problem, denn man möchte ja gleichzeitig auch seine Dienstleistungen verkaufen. Interessenkonflikten sind somit Tür und Tor geöffnet. Meist sogar völlig legal…

Nur weil eine Handelsinfrastruktur existiert, muss sie nicht zu eurem Vorteil sein!

Das Kernproblem, mit dem wir es als Privatanleger von Tag 1 an also zu tun haben ist, dass die Finanzbranche auf der einen Seite in die Rolle schlüpfen muss, den Anleger an die sprichwörtliche Hand zu nehmen, gleichzeitig ihm aber auch etwas zu verkaufen.

Das führt natürlich gleich zu einer ganzen Reihe an Problemen. Ich möchte dies einmal anhand eines CFD-Brokers veranschaulichen. Ich nenne diesen fiktiven Broker für unser Beispiel einmal Broker X.

Als CFD-Broker verdiene ich Geld, indem ich meinen Kunden Haltekosten für CFDs berechne sowie ggf, Handelsgebühren erhebe. Nun bin ich natürlich Unternehmer und damit liegt es in der Natur der Sache, dass ich wachsen will und muss. Ich möchte also meinen Umsatz erhöhen. Somit ist es natürlich in meinem Interesse, wenn meine Kunden möglichst viel handeln.

Da meine Kommission jedoch auf das Volumen der gehandelten Position berechnet wird, möchte ich somit, dass meine Kunden bei mir als CFD-Broker möglichst viele und möglichst große Positionen handeln, weshalb u.a. auch hohe Hebel angeboten werden.

Somit wird natürlich kein CFD-Broker seinen Kunden ein konservatives „Buy & Hold“-Modell empfehlen. Viel mehr wird er ihnen beibringen, dass „die Profis daytraden“. Völlig egal, ob das Sinn macht, oder nicht (bitte nicht vergessen: Ein hoher Hebel ersetzt niemals fehlende Volatilität in einem Asset und ist kein Mittel gegen kleine zufällige Bewegungen wie oftmals beim FOREX-Handel).

Nun ist ein Kunde natürlich auch nicht doof und weiß, dass ein Broker gewisse Interessen hat. Doch hier wird es etwas schmutziger…

„Introducing Broker“-Verträge und was das für euch bedeutet

Denn was viele Retail-Trader eben NICHT wissen ist, dass die meisten Broker ein weites Netz aus sogenannten „Introducing Broker“-Verträgen gesponnen haben. Und diese sind nicht immer klar erkennbar. Das bedeutet, dass sie eine Reihe anderer Menschen und Organisationen auf der Gehaltsliste haben, welche (nicht selten verdeckt) für sie arbeiten. Ich spreche hier von Leuten, bei denen man als Privatanleger auf den ersten Blick gar keine Verknüpfung zum Geschäftsmodell des Brokers sieht.

Leider betrifft das auch zahlreiche „Trading-Coaches“, die so ihren Lebensunterhalt verdienen. Man verkauft eine Kombination aus überteuerten Ausbildungsprodukten, faked einen „Lifestyle“ und versucht alle zu den Brokern zu treiben, mit denen man eigene Verträge hat, in dem man gezielt gewisse Broker „empfiehlt“. In Summe lässt es sich so sehr gut leben, wenn man die entsprechende Masse an Leuten durch sein System schleust – teils sogar ganz ohne eigenes Trading!

Natürlich ist das nicht bei allen der Fall, doch es gibt in der Szene einige Leute, die hier sicher nicht ganz transparent bzw. sauber spielen. Mir sind diese Leute bekannt, aber ich möchte hier keinen Namen durch den Dreck ziehen. Stattdessen kläre ich euch lieber über die Methoden auf und ihr könnt euch selbst ein Urteil bilden.

Wie also funktioniert ein derartiger „Introducing Broker“-Vertrag?

Kurz und vereinfacht gesagt: Die Person, welche für den Broker arbeitet, fungiert als ein Vermittler für Kunden und erhält dafür eine Rückvergütung für jeden Trade, den der geworbene Kunde macht.

Mit anderen Worten, der Interessenkonflikt, in dem sich der Broker befindet, wird somit auch auf nicht integere „Tradingcoaches“, „Research-Anbieter“, so manches „Börsenforum“ und sonstige Scharlatan-Websites ausgeweitet, die auf diese Weise ebenfalls ein Interesse daran haben, dass ihr in möglichsten kurzen Abständen möglichst große Positionen handelt.

Doch das ist noch nicht das einzige Problem in der Szene…

Weitere „Fake Coaches“ und angebliche „institutionelle Händler“

Denn wenn wir gerade beim Thema „unsaubere“ Coaches sind… Leider gibt es hier nicht selten ein weiteres Problem. Denn viele „Börsenexperten“ behaupten von sich gerne Dinge, die sie in Wirklichkeit eigentlich gar nicht sind.

Da wird mal schnell der am Hungertuch nagende, freiberufliche Journalist zum „Chefanalyst“ eines Börsenbriefes. Oder… noch schlimmer… der ehemalige Verkäufer, der vielleicht mal bei Brokern oder Banken gearbeitet hat, nutzt diese Station seines Lebens und wird zum „institutionellen Anleger“ und blendet damit seine Kunden, die nicht hinter die Kulissen schauen können.

Was viele Retail-Trader jedoch nicht wissen: In vielen Ländern müssen Händler, die institutionell das Geld anderer Leute verwalten, sich registrieren lassen.

In England etwa gibt es die Financial Conduct Authority (kurz FCA). Nimmt man sich dort so manchen „institutionellen Anleger“ vor, der entsprechend Geld gemanagt haben will, findet man in den dortigen Registern jedoch nur gähnende Leere.

Hier könnt ihr beispielsweise für England mal einen Blick ins Register werfen:

https://register.fca.org.uk/

Ich kann euch versichern, dass ihr da so manche „Überraschung“ erleben werdet (für die USA gibt es übrigens ähnliche Register. Diese sind dort jedoch auf bundesstaatlicher Ebene einsehbar).

Doch gehen wir nochmals zurück zum CFD-Brokerthema…

Wenn der Broker der Feind des Kunden ist…

Denn auch hier sind wir noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. In der Branche gibt es nämlich eine ganz nette Statistik, die auch gerne mal als „90-90-90-Regel“ bezeichnet wird.

Diese bedeutet: Ein Privatanleger, der einen Trading-Account aufmacht, verliert im Schnitt in 90 Tagen 90% seines Geldes mit einer Wahrscheinlichkeit von 90%.

Mit anderen Worten, die Wetten eines Privatanlegers sind zu 90% Wahrscheinlichkeit falsch. Das schafft natürlich für den Betreiber so mancher Handelsplattform einen netten Anreiz.

So kommt es, dass einige CFD-Anbieter Kunden in zwei verschiedene Kategorien einteilen. Einerseits die Kunden, die handeln können (werden nicht gerne gesehen, denn hier muss der Broker die gehandelten Positionen wiederum im Markt absichern) und die „Bruchpiloten“ (des Brokers Liebling, denn hier sind Broker oftmals ungesichert unterwegs und streichen die Gewinne ein, die der Kunde verliert).

Zu den Realitäten eines CFD-Broker-Geschäftsmodells gehört es also, dass ständig neue Kunden benötigt werden, also ein entsprechendes Marketing-Budget zur Verfügung gestellt werden muss, was Kunden gewinnen und zum schnellen Handeln mit großen Positionen bringen soll.

Dementsprechend erzählt man euch natürlich, dass „schon 500 Euro reichen“, um ein Konto aufzumachen und ihr zum „Trader“ werdet. Und das ist auch der Grund, warum man euch auf Plattformen wie YouTube ständig mit Werbeclips vollspammt, dass ihr doch die „neueste CFD-App“ runterladen und traden sollt.

Ich glaube, spätestens jetzt seht ihr, worauf ich hier eigentlich hinaus will…

Ein Fazit zum Thema Interessenkonflikte

Machen wir die Sache nicht länger als nötig. Es gibt in der Finanzindustrie ein erhebliches Problem mit Interessenkonflikten. Viele Leute fokussieren sich dabei jedoch auf die unmittelbar sichtbaren Dinge. Was ich euch heute zeigen wollte ist jedoch, dass aus systematischen Interessenkonflikten weitaus mehr erwächst als nur das Problem, wer wen bezahlt. 

Vielmehr sind diese Interessenkonflikte eben so finanziell einträglich, dass eine ganze Reihe an falschem „Fachwissen“ verbreitet wird, so dass diese maximal bedient werden können. Die meisten Privatanleger verstehen aber genau das gerade nicht in seinem gesamten Ausmaß, da sie ja (man denke hier an die Gesetzessituation, die ich eingangs erwähnte) ein Kenntnisgefälle haben. 

Daher ist es absolut wichtig, dass ihr bei jedem Markt und jedem Produkt, was ihr handelt, erst einmal genau versteht, wer die Akteure sind und wer wie profitiert.

Bei Tradevolution spiele ich hier übrigens ganz offen: Ich habe keinerlei Kooperationen oder Vergütungsverträge mit irgendjemandem. Auch behaupte ich nicht, je auf der institutionellen Seite gehandelt zu haben. Viel mehr bin ich durch Jahre lange knochenharte Arbeit und Leidenschaft selbst zum konsistent profitablen Trader geworden und gebe mein Wissen im Rahmen meines Momentoring Trading Mentoring Projekts weiter.

Mein Ziel ist es daher, euch lediglich mit den Resultaten meiner Arbeit zu überzeugen. Und diese könnt ihr völlig transparent einsehen und eine Woche vollständig kostenlos verfolgen bevor ich euch ggf. zum Kauf entscheidet.

Die Details erfahrt ihr, wenn ihr hier klickt.

Beste Grüße,

Pasa

P.S.: Im Momentum Trading Mentoring gibt es übrigens etwas, was meines Wissens bisher kaum einer bietet. Wir arbeiten 1:1 zusammen. Und zwar so lange, bis ihr wirklich profitabel seid. Kein Zeitlimit. Ihr könnt mich sogar vor Ort besuchen und mit mir mehrere Wochen zusammen traden 😉

Was Ihr dafür tun müsst? Ihr müsst es wirklich wollen und bereit sein, die notwenidge Arbeit über viele Monate reinzustecken.

Klickt jetzt hier und ihr erfahrt alle Details…

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