Mein langer und steiniger Weg zum TradingPro

Als ich nach dem Ende meiner Offizierslaufbahn im Jahr 2009 aus der Bundeswehr austrat, hatte ich mir das Ziel gesetzt mein Hobby „Börse“ zum Beruf  zu machen und innerhalb von 2 Jahren marktphasenunabhängig konsistent profitabel handeln zu können. Was ich damals nicht ahnte: Aus den  angestrebten 2 wurden am Ende 5 Jahre und mein Weg war von deutlich mehr Rückschlägen geprägt, als ich es mir jemals hätte vorstellen können. 

Den eigenen Handelsstil gilt es erst einmal zu finden…

Trotz zahlreicher Börsenbriefe, Signaldienste, Newsletter und Seminare kam ich nicht wirklich vom Fleck. Ganz im Gegenteil… Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich meinen Handelsstil und die zu handelnden Märkte und Instrumente in diesen Zeitraum gewechselt habe. Deutsche und US-Aktien, Futures, CFDs, KO-Zertifikate, Optionsscheine, Optionen …  als Scalper, Day- Swing- und Positionstrader, long und short im Breakout, Pullback, Rangehandel— ich tanzte auf jeder Hochzeit, und das nicht nur einmal.

 

 

 

Der Weg zu meinem persönlichen Handelsstil war somit – um es gelinde Ausdrücken – sehr steinig und ich stand mehrmals kurz davor alles Hinzuwerfen und mir einen „normalen“ Job zu suchen. Mein Glück war jedoch, dass ich mir diese Option bewusst verbaut hatte und somit war ich regelrecht gezwungen weiter zu machen, auch wenn es in vielen Phasen einfach nur bsch*** lief und der emotionale Schmerz kaum auszuhalten war.

 

 

 

“If you want to take the island, then burn your boats. With absolute commitment come the insights that create real victory.”

Tony Robbins

 

Alles Hinschmeissen oder Weitermachen?

Einmal stand ich an einem Punkt an welchem ich nicht mehr weiterwusste. Ich hatte so viel Fachwissen über die Jahre aufgesaugt und trotzdem – oder gerade deswegen – gelang es mir nicht einen persönlichen Handelsstil zu definieren und marktphasenunabhängig an der Börse auf der Gewinnerseite zu stehen. Verzweiflung pur, sollte ich es nach all den Jahren am Ende doch nicht schaffen? War all die Anstrengung umsonst? Aus der Traum von Profitrader, statt dessen Rückkehr in ein normales Angestelltenverhältnis?

 

 

Trandingpause und gedankliches Reset

Ich vertagte eine Entscheidung und beschloss eine mehrwöchige Tradingpause einzulegen, in welcher ich als Backpacker durch Süd-Ost Asien reiste. Die tradingfreie Zeit brachte endlich Klarheit: Nicht mehr Fachwissen war die Lösung, sondern Konzentration auf das Wesentliche : 1.) Auf die jeweilige Marktphase perfekt angepasste Strategien mit positiven Erwartungswert, bei denen man wenig riskiert um viel zu gewinnen 2.) Ein konservatives Risik-, Money- und Trade Management, welches vor größeren Drawdowns schützt und die Equity Kurve konsistent ansteigen lässt 3.) Das richtige Tradermindset, welches einen vor Dummheiten bewahrt, auch in schwierigen Zeiten nicht den Optimismus verlieren lässt und dafür sorgt, dass man seine Tradingziele über kurz oder lang erreicht.

 

 

Back to work – Mit Vollgas und Fokus in die Gewinnzone

Nach meiner Rückkehr fokussierte ich mich folglich nur noch auf die US-Aktienmärkte und lernte von den besten US Tradern (u.a. William O Neill, Dan Zanger, Mark Minervini) alles über Momentumstrategien für US-Aktien. Ich setze Kapitalerhalt vor Kapitalgewinn und verschlang jedes Buch zum Thema Mindset welches ich finden konnte. Dieser Fokus war es, der mich dann anschließend innerhalb von nur 6 Monaten konsistent profitabel werden lies. Ich bin sehr froh letztendlich nicht aufgegeben zu haben und als Belohnung schreibe ich euch heute diese Zeile aus dem schönen Thailand, wo ich derzeit meinen Lebensmittelpunkt habe und von wo ich täglich mit den Teilnehmern meines Mentoring Programms auf Renditejagd gehe.

In der Retrospektive hätte ich mir sehr viel Zeit sparen können, wenn ich mich gleich von Anfang an ausschließlich auf die US Aktienmärkte fokussiert, meinen Momentums-Handelsstil beibehalten und einfach ständig verbessert hätte. Nunja, hinterher ist man immer schlauer… Wenigstens weiß ich, dass das „Momentum Trading Mentoring“-Programm den Teilnehmern sehr viel Zeit, Geld und Nerven ersparen wird, so dass diese in sehr viel kürzerer Zeit als ich ihre Tradingziele erreichen werden. Somit hatte meine lange „Trading Odyssee“ doch etwas Gutes 🙂 

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