Goldbulle 2018? Das spricht dafür…

Kehrt der Goldbulle 2018 zurück? Die langfristigen Charts sehen diesbezüglich sehr vielversprechend aus (5 min Lesezeit)

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Hallo Trader,

nach längerer Artikel-Abstinenz aufgrund meines Mentorings melde ich mich mal wieder mit einem kurzen Beitrag zum Thema Gold. Betrachten wir noch einmal das große Bild beim Goldmarkt.

Geht der Gold-Bullenmarkt 2018 weiter?

Wie ihr ja wisst, bin ich kein großer Freund von langfristigen Prognosen. Denn meist stimmt davon am Ende eh nichts. Es sieht zwar für Anfänger an den Märkten immer ganz beeindruckend aus, wenn ein „Experte“ groß von seinen Prognosen in den Medien berichtet. Doch wer sich mal die Mühe macht und am Jahresende nachschaut, was davon eingetreten ist, sieht schnell was Sache ist. Die ganze Kaffeesatz-Leserei in den Medien bringt am Ende oft nur Entertainment und Klicks für die entsprechenden Leute. Wir als Trader haben nichts von.

Unsere Charts sagen da einfach mehr aus. Hier sehen wir, was wirklich gerade geschieht, nicht was irgendein fundamentales Modell für die Zukunft orakelt.

Dennoch gibt es ein paar Zusammenhänge, die auch wir als Swingtrader im Hinterkopf behalten sollten. Denn so manches mal helfen sie einem dabei, im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der Goldpreis ist ein solcher Fall. Schauen wir uns zuerst an, was bisher passiert ist.

Goldpreis: Ein Blick auf die letzten zehn Jahre

Ich denke, die meisten von euch wissen noch ganz gut, dass es 2002 bis 2012 beim Gold rund zehn Jahre nach oben ging. Ich fange daher hier jetzt nicht bei Adam und Eva an. Wir konzentrieren uns lieber gleich auf das Wesentliche.

2009 bis 2012 sahen wir beim Gold den letzten große Aufwärtsschub (grüne Box).

Abbildung: Langfristiger Chart des Goldpreises in US-Dollar (Quelle: www.stockcharts.com)

Wie ihr im Chart sehen können, stieg der Preis hier von $681 in der Spitze bis auf über $1,880 pro Feinunze. Der Kurs ging damit 176% nach oben.

Ab 2013 drehte dann der Wind hart (rote Box) und Geld gab es bis 2015 hauptsächlich auf der Shortseite zu verdienen. Der Goldpreis bildete dann ein Tief bei $1,045 pro Feinunze. Seitdem stabilisiert sich die Feinunze und ist im größeren Bild gesehen scheinbar richtungslos. Ein richtig dicker Ausbruch ist noch nicht geglückt.

Charttechnisch hängt der Preis im längerfristigen Bild momentan weiter fest:

Abbildung: Langfristiger Chart des Goldpreises in US-Dollar (Quelle: www.stockcharts.com)

Das könnte sich aber 2018 tatsächlich ändern. Die Zukunft kenne natürlich auch ich nicht, aber es gibt ein paar Argumente, die für die nächste Welle im Gold-Bullenmarkt dieses Jahr sprechen. Ich denke, es macht Sinn diese im Hinterkopf zu behalten.

Was 2018 für den Goldbullen spricht

Zunächst einmal haben wir oftmals eine inverse Korrelation zwischen dem US-Dollar und dem Goldpreis. Generell gilt, dass ein starker US-Dollar eher bremsend auf den Goldpreis wirkt. Ist der Greenback schwach, beflügelt das den Goldpreis in der Regel.

Die Stärke des US-Dollars lässt sich ganz gut anhand des US-Dollar-Index beurteilen. Dieser misst die Preisentwicklung des US-Dollar-Index gegen einen Korb aus wichtigen internationalen Referenzwährungen.

Im Detail sind das:

Abbildung: Bestandteile des US-Dollar-Index ab 1999 (Quelle: wikipedia.de)

Was die ganze Sache momentan besonders macht. Wir haben im USD-Index einen sehr deutlichen Bruch. Der Dollar hat kräftig Druck nach unten.

Abbildung: Langfristiger Chart des US-Dollar-Index (Quelle: www.stockcharts.com)

Das ist natürlich gut für Gold. Doch es gibt noch mehr Faktoren, die dem Goldpreis in die Karten spielen.

Bereits seit Mitte 2017 haben wir wieder steigende Rohstoffpreise, wie ihr etwa anhand des CRB Reuters/Jeffries Index sehen könnt.

Abbildung: Langfristiger Chart des Reuters/Jeffries CRB Index (Quelle: www.stockcharts.com)

Wie ihr wisst, werden Rohstoffe jedoch in US-Dollar abgerechnet. Fällt nun der Dollar, aber die Rohstoffpreise steigen weiter, haben sämtliche US-Unternehmen und Verbraucher, die auf die Rohstoffe angewiesen sind, natürlich einen höheren Kostenfaktor. Und das wird sich letztlich auf die Inflationsrate dort auswirken.

Und steigende Inflationserwartung sind wiederum ein Plus für Gold. Denn kein anderes Asset hat eine derartig lange Tradition der Werterhaltung.

Ich glaube, viele Analysten haben das noch gar nicht so richtig für 2018 auf dem Schirm. Daher gehe ich 2018 eher mit einem bullischen Bias für Gold ins Rennen.

Die Überlegungen hier ersetzen natürlich nicht das, was die Charts sagen. Diese haben das letzte Wort. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die Kombination aus den hier genannten Fakten einige Überraschungen in den Goldpreis bringen könnte.

Ab wann es interessant wird

Langfristig ist Gold sicher noch nichts zum Traden. Dazu haben wir es einfach noch mit zu vielen Widerständen zu tun. Besonders hart liegt dabei die Marke von $1,400 pro Feinunze.

Abbildung: Langfristiger Chart des Goldpreises in US-Dollar (Quelle: www.stockcharts.com)

Interessant ist der Goldsektor aufgrund seiner hohen Volatilität für kurzfristige Swing Plays und aufgrund der Richtungslosigkeit für Optionsstrategien allemal. Und wenn die $1400 erst eimal brechen und der Goldzug an Momentum gewinnt, winken in diesem Sektor exorbitant hohe Handelsgewinne. Ich hoffe 2018 ist es endlich so weit!

Beste Grüße aus Koh Phangan

Pasa

P.S. Weitere Analysen zum Thema Gold findet ihr im Archiv

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