4 ungewöhnliche Tipps für eine höhere (Netto-) Rendite

Im folgenden Blogpost stelle ich euch 4 ungewöhnliche Tipps vor, mit welchen ihr eure (Netto-) Rendite gewaltig boosten könnt 😉 (5 min Lesezeit)

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Ich habe mir in den letzten Tagen ein paar Gedanken zum Thema Renditeoptimierung gemacht und folgender Artikel ist dabei raus gekommen. Viel Spaß beim Lesen 🙂

1. Verkauf von Covered Calls zur Einkommensgenerierung

Dieser Tipp richtet sich vor allem an Aktieninvestoren, welche Aktien als Langfristanlage in ihren Depots halten. Durch den Verkauf von sog. Covered Calls könnt ihr jeden Monat / jedes Quartal ein nettes Zusatzeinkommen erzielen, ohne das ihr dabei ein Verlustrisiko habt (lediglich Gewinne können euch entgehen) und es eure Margin belastet.

Das ganze funktioniert folgendermaßen: Je 100 Aktien  wird eine idR. leicht aus dem Geld liegende Call Option des gleichen Basiswertes mit kurzer Laufzeit (1-3Monate) verkauft, wodurch man eine Optionsprämie erhält. Sollte am Verfallsdatum des Calls der Kurs des Basiswertes über dem Ausübungspreis der Option liegen, müsst ihr als Stillhalter des Calls den Basiswert zum vereinbarten Preis liefern. Liegt der Kurs der Underlyings jedoch unter dem Ausübungspreis der Calls, verbleibt eure Aktienposition in eurem Portfolio. In beiden Fällen dürft ihr die Optionsprämie behalten. Eine Zusatzrendite von 1% bis 5% pro Monat (u.a. abhängig von der Volatilität der Aktie) ist realistisch. Die Strategie funktioniert gut, wenn die Aktie  seitwärts läuft oder fällt. Falls sich der Wert jedoch in einem starken Aufwärtstrend befindet, würde ich von Covered Calls Abstand nehmen, da dann die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass ihr einen Großteil der Aufwärtsbewegung verpasst, weil ihr ständig „weggecallt“ werdet.  Jens Rabe hat zum Thema „Covered Call“ ein Video gemacht, welches noch mehr ins Detail geht. Ich selbst nutze Covered Calls schon seit Jahren um gerade in Seitwärtsphasen mit meinen Aktieninvestments ein Zusatzeinkommen zu generieren.

2. Ordergebühren durch Brokerwechsel senken

Ordergebühren fressen oftmals große Teile der Handelsgewinne auf. Da die Gebühren für einen deutschen Privatanleger nicht absetzbar sind, macht es für aktive Trader mit hoher Handelsfrequenz durchaus Sinn, einen Broker mit niedrigen Handelskosten zu wählen. Ich selbst bin bei Interactive Brokers (IB) und beobachte es immer wieder, dass gerade Tradinganfänger bei  Lynx oder CapTrader ihre Konten eröffnen, welche beide auf die gleiche Handelsplattform (TWS) wie IB zurückgreifen. Mit Sicherheit haben diese Broker ggü. IB gewisse Vorteile was den deutschen Kundensupport usw. angeht, keine Frage. Vergleicht man jedoch die Ordergebühren, so fällt auf, dass Kunden von Lynx und CapTrader je nach gehandeltem Markt und Instrument ein Vielfaches an Ordergebühren bezahlen.

Einfaches Beispiel: Kauf/Verkauf 100 Apple Aktien (US-Order)

Gebühren IB: ca. $1

Gebühren Lynx: ca. $5

Gebühren CapTrader: ca. $2

Jetzt überlegt euch mal, wie viel an Gebühren ein aktiver Anleger jedes Jahr sparen könnte, wenn er von Lynx zu IB wechselt. Das sind Tausende von  Euros, die jedes Jahr eingespart werden könnten, ohne das man sich dabei „einen abbrechen müsste…“.  Natürlich ist darauf zu achten, dass der günstigere Broker in Sachen Orderausführung, Erreichbarkeit usw. auf gleichem Level spielt, sonst bringt einem der neue Broker mehr Nach- als Vorteile. Aber wenn dies gegeben ist, lohnt sich ein Wechsel zu einem günstigeren Broker in den meisten Fällen und die Nettorendite bekommt einen Performanceschub 🙂

3. Abgeltungssteuer durch Auslandsbroker meiden 

Seit 2009 behalten deutsche Broker aufgrund der Abgeltungssteuer ca. 25% (+ Soli + Kirchensteuer) der realisierten Handelsgewinne direkt ein. Bei ausländischen Brokern greift die deutsche Abgeltungssteuer nicht, so dass man als Trader erst in der Jahressteuererklärung die Gewinne angeben muss. Ein aktiver Händler mit hohen Gewinnen  hat bei einem ausländischen Broker bis zur Steuerzahlung im nächsten Jahr deutlich mehr Geld zum reinvestieren bzw. ein größeres Konto für den Handel zur Verfügung. Dadurch kann ohne weiteres eine deutliche Überrendite zustanden kommen, insofern tatsächlich auch Gewinne mit dem größeren Konto erzielt werden.

4. In ein Land ohne Kapitalertragssteuer ziehen

Wenn jemand mit dem Börsenhandel viel Geld verdient, kann es mitunter sinnvoll sein den Wohnsitz und den gewöhnlichen Aufenthalt in ein Land zu verlegen, in welchem Kapitalerträge / Veräußerungsgewinne nicht oder nur gering besteuert werden. In Europa fallen mir spontan die Schweiz und Zypern ein. Weltweit gibt es zahlreiche Länder, in welchen Kapitalerträge nicht versteuert werden müssen.

Super kombinierbar: Wenn ihr euren Lebensmittelpunkt dann auch noch in einem Land habt, in welchem euer Geld mehr Kaufkraft besitzt und somit die Lebenshaltungskosten günstig sind (Geoarbitrage), dann profitiert ihr gleicht doppelt. Höhere Nettorendite plus mehr Kaufkraft = mehr Wahlmöglichkeiten und in vielen Fällen ein höherer Lebensstil.

Und jetzt ratet mal, warum ich mittlerweile in Thailand lebe… Kleiner Tipp: es liegt nicht an den Thaifrauen 😉

Fazit: Renditeoptimierung mal anders

Statt sich immer nur auf Charts & co zu fokussieren um mehr Gewinne zu erzielen, kann es durchaus Sinn machen, auch andere Wege der Renditeoptimierung zu berücksichtigen. Wenn man die obigen Punkte alle kombiniert, dann braucht man kein 200k+ Handelskonto mehr um vom Trading leben zu können, sondern kommt auch mit einem kleineren Konto „über die Runden.“

Schöne Grüße 🙂

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