Trade & Travel: #ChiangMai2017

Ein paar Eindrücke für euch, wie es sich als Trader in Thailand so lebt… (5 min Lesezeit)

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Sawadikrap aus Thailand 🙂

Einer der großen Vorteile die der Börsenhandel bietet ist ortsungebunden von beinahe überall auf der Welt arbeiten zu können. Da es mir auf Dauer an einem Ort schnell langweilig wird, nutze ich diese Freiheit und reise als Trader durch die Welt. Trade & Travel quasi, wobei meine Arbeit natürlich im Mittelpunkt steht und ich darauf achte, dass die Voraussetzungen für einen seriösen Handel geboten sind (stabiles Internet etc.). Dank börsenfreiem Sonntag nehme ich mir heute die Zeit um euch ein wenig von meinem Leben als Trader hier in Thailand zu erzählen.

Warum ausgerechnet Chiang Mai?

Seit 2 Wochen bin ich nun wieder im hohen Norden Thailands, in der 140k Einwohner Stadt Chiang Mai. Diese Region ist sowohl das kulturelle als auch das wirtschaftliche Zentrum Nordthailands. Man trifft hier kaum auf Pauschaltouristen, je nach Saison sind aber viele Backpacker / Individualtouristen aus aller Welt vor Ort, um sich u.a. die zahlreichen Tempel, Nachtmärkte und Kulturevents anzusehen. Falls sich der eine oder andere fragt, warum ich mich ausgerechnet für CM als temporären Aufenthaltsort entschieden habe, wo es doch hier doch weder Meer & Strand sowie ein maues Nachtleben gibt… Gute Frage 🙂 Die derzeitige Regenzeit in Thailand ist mit ausschlaggebend. Vor allem im Süden Thailands kommt es zu dieser Jahreszeit an der West- und bald auch an der Ostküste zu ausgiebigen Monsunregenfällen. Der schönste Strand erblasst bei so einem Wetter, auch wenn die Temperaturen eigentlich nie unter 25 Grad fallen. Dennoch ist die Regenzeit in Chiang Mai deutlich niederschlagsärmer und angenehmer zu ertragen als im Süden. Im Schnitt regnet es hier Nachmittags / Abends für 1-2h heftig und die Sache ist gelaufen. Für das „ruhige“ Chiang Mai spricht außerdem, dass ich mich hier deutlich besser fokussieren kann als in einer Umgebung, in welcher man ständig von hübschen Bikinimädels und wilden Parties von der Arbeit abgelenkt wird ?.

Ein weiterer Pluspunkt von Chiang Mai ist, dass man sowohl mit einem Monatsbudget von 500€ (kleines Apartment mit Ventilator, Streetfood) auskommen, aber auch ein 5000€-Budget für ein Luxusleben (eigene Villa, Essen in Sterne Restaurants etc.) verbraten kann. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei und man kann theoretisch monatlich nach Belieben ausgabentechnisch auf- oder abskalieren. Ein(e) möblierte(s) Zimmer/Wohnung/Haus kann man sich leicht und unkompliziert  tage-/ wochen-, monats- oder jahrweise mieten und somit jederzeit die Zelte abbrechen und weiterziehen wenn einem danach ist. Die Internetverbindungen hier sind schnell und stabil (DSL / VDSL) und das mobile Internet (4G/3G) ist flächendeckender und günstiger als im „entwickelnden“ Deutschland.

Das angenehme Leben in Thailand …

Was ich auch an Thailand mag ist dem Umstand, dass ich hier mehrmals am Tag essen gehen kann ohne dabei mein Budget zu belasten. Typisches Thaiessen (z.B. PadThai, Papayasalat etc.) gibt es ab ca. 0,5€ pro Portion (Streetfood) oder ab 1€ im Restaurant. Westliches Essen kostet meist 2,5€-5€ pro Portion und ist von der Qualität her idR nicht ganz so gut wie in Europa. Egal ob Fleischesser, Vegetarier oder PlantBased-Anhänger (wie ich) – das Angebot ist so vielfältig, dass es eigentlich nie langweilig auf dem Teller wird. Ach ja… Wäsche waschen fällt hier auch flach, denn bei einem „Laundry“-Preis von ca. 1€ pro Kilo Wäsche outsource ich diese Dienstleistung sehr gerne. Das heißt im Umkehrschluss mehr Zeit um produktiv arbeiten oder den Freizeitbeschäftigungen nachgehen zu können (und Wäsche waschen gehört bei mir nicht dazu…).

„Streetfood“-Stand auf einem von Chiang Mais zahlreichen Nachtmärkten

Stattdessen habe ich in meiner Freizeit zu Fuß die Stadt erkundet, ein paar Wanderungen zu diversen Tempeln (Wats) unternommen und an einem 15km Trailrun an der Grenze zu Laos teilgenommen (ich wurde 8ter in meiner Altersklasse).

ein typischer Dschungeltempel am Stadtrand von Chiang Mai

ein Schnappschuss von mir während des Trailruns in der Grenzregion Thailand/Laos

Mein Alltag als Trader in Thailand

Da die derzeitige Zeitdifferenz zw. Deutschland und Thailand 5h beträgt (Sommerzeit, im Winter sind es 6h), habe ich tagsüber genügend Zeit um mein tägliches Sportprogramm zu absolvieren, die Tradevolution Blogbeiträge zu verfassen, Bücher zu lesen und meinen Eigenhandel vorzubereiten, bevor dann von 2030Uhr Ortszeit bis 3Uhr morgens Handel an den US-Börsen angesagt ist. An ruhigen Handelstagen und insofern keine FED-Sitzung oder ähnliches ansteht, verkrieche ich mich oftmals schon um 1Uhr in mein Bett und lasse meine eingebenen StopBuy/Sell-, SL- und TakeProfit-Orders für mich arbeiten :).

„No gain without pain“ – jeden Morgen wird bei +30Grad im kleinen Fitnessraum geschwitzt

 … danach winkt ein Cooldown im Rooftop-Pool

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Eindrücke von Chiang Mai und meinem Leben vor Ort vermitteln. Der nächste Trade & Travel-Artikel wird vermutlich in 4 Wochen von einem anderen Ort in Thailand erscheinen. Bis dahin ist hoffentlich auch meine Freundin hier eingetroffen 🙂

Genießt euren Sonntag wo auch immer ihr gerade seid ✌️

Pasa

 

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