Mindsetoptimierung für besseres Trading – Teil 2: Mind

Im zweiten Teil stelle ich euch 3 einfache Tipps vor, mit welchen ihr euer Mindset durch die gezielte Beeinflussung eurer Gedanken täglich tunen und verbessern könnt, um dadurch u.a. bessere Handelsergebnisse zu erzielen. (5 min Lesezeit)

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Den Vorgängerartikel „Mindsetoptimierung für besseres Trading – Teil 1: Body“ findet ihr hier.  Heute geht es darum, wie wir mit gezielten Gedanken und ausgewähltem Input unser Mindset nachhaltig positiv beeinflussen können, so dass wir jeden Tag gut gelaunt und in Höchstform vor dem Rechner sitzen um so das meiste aus unserem Trading herauszuholen.

2.) Ändert euren Fokus – „What you focus is what you feel!“

Jeder von uns kennt es: Wir sind schlecht drauf und steigern uns in irgend etwas hinein, was sich im Nachhinein als halb so wild herausstellt oder ggf.  gar nicht erst eintritt. Das Problem hierbei ist, dass unser Gehirn dabei nicht wirklich zwischen der Realität und unserer Gedankenwelt unterscheiden kann. Wenn wir uns in einer pessimistischen Gedankenspirale befinden oder stressen, schüttet unser Gehirn allerlei „schlechte“ Botenstoffe wie z.B. Adrenalin aus, welche sich negativ auf unser Wohlbefinden und somit auch auf unsere Leistungsfähigkeit auswirken. Das heißt, wir können es tatsächlich schaffen uns „schlecht drauf“ zu denken. Fokussiert euch einfach auf all das Negative in eurem Leben und um euch herum und schaut zu, wie euer Mindset „den Bach runter geht“. Damit dies nicht passiert, sollten wir uns so wenig wie möglich mit negativen Gedanken belasten und stattdessen den Fokus auf positive Sachverhalte lenken, denn je mehr wir uns mit negativen Gedanken selbst quälen, desto schlechter empfinden wir unsere Lebensqualität und desto weniger können wir unser Potential ausnutzen.

Im Folgenden stelle ich 3 Möglichkeiten vor, mit welchen wir unseren Fokus weg von negativen Dingen, hin zu den Positiven lenken.

1.) Stellt bessere Fragen

Unser Gehirn ähnelt einer Art Computer samt Suchmaschine. Wenn wir dort die Frage eingeben: „Warum passiert das immer mir…?“ Werden wir diese Fragen ggf. mit „Weil du ein Loser bist und es nicht anders verdient hast!“ beantworten. Ändern wir nun allerdings die Frage zu: „Was kann ich tun, damit mir das nicht noch einmal passiert?“, werden wir eine andere, konstruktivere Antwort bekommen, welche uns über eine mögliche Lösung unseres Problems nachdenken lässt. Wir ändern den Fokus von der „Opferrolle“ hin zum „Problemlöser“. Probiert es einfach mal aus… Wenn ihr das nächste mal einen größeren Drawdown habt, dann fragt euch nicht, „Warum macht der scheiß Markt immer genau das Gegenteil von dem was ich denke.“ , sondern stellt die Fragen: „Wie hätte ich diese Verluste verhindern können?“ und „Was kann ich aus diesen Verlusten lernen…?“.

2.) Achtet auf ein gesundes Verhältnis aus positivem & negativem Input

Ihr kennt den Spruch „You are what you eat.“ Kennt ihr auch die Fortführung? „… and what you read… and natürlich auch „… watch.“ Wir leben in einer Welt, in welcher jede Naturkatastrophe, jeder Terroranschlag und jedes Gewaltverbrechen uns medial erreicht. Das heißt, wir fluten unser Nervensystem mit einer Vielzahl an negativem Input, denn das Verhältnis von positiven zu negativen News tendiert stark in Richtung negativ, da sich Tragödien und Katastrophen nun einmal besser verkaufen. Deshalb solltet ihr proaktiv dafür sorgen, dass ihr ein mediales Inputverhältnis von mindestens  50% positiv vs. 50% negativ habt. Meinen positiven Input beziehe ich z.B. aus Podcasts, (Audio-) Sachbüchern oder Produkten, welche sich um das Thema Self-Improvement/Mindset drehen. Flutet euch mit positivem medialem Input und ihr werdet die Welt und auch euren Handel durch eine andere, optimistischere Brille sehen.

3.) „Primt“ euch zu Beginn des Tages in einen positiven „State“

Beginnt euren Tag nicht mit einem Blick auf den Nachrichtenticker oder die auf Börsenkurse, sondern nehmt euch 5min Zeit, schließt die Augen und beantwortet folgende Fragen:

  • Worüber kann ich gerade glücklich sein?
  • Worauf kann ich stolz sein?
  • Wofür kann ich dankbar sein?
  • Wen liebe ich und wer liebt mich?
  • Wie wird mein Leben aussehen, wenn ich meine (Trading-) Ziele erreiche? Wie wird es sich anfühlen?

Wie oben schon erwähnt, unterscheidet unser Gehirn nur bedingt zwischen Realität und der Gedankenwelt. Durch die Beantwortung der obigen Fragen und der Visualisierung von Glücks- und Dankbarkeitsmomenten sowie der Erreichung unserer Ziele, primen wir uns automatisch in einen positiven, dankbaren und optimistischen Geisteszustand, welcher uns durch den Tag begleiten wird. Solche Visualisierungstechniken sind sehr mächtig und werden nicht umsonst von zahlreichen Profisportlern vor Wettkämpfen eingesetzt.

Der Peak-Performance Coach Tony Robbins nutzt selbst täglich eine 15-minütige Priming-Übung – eine Art geleitete Meditation, bei der er gezielt obige Fragen visualisiert und dies mit Deep-Breath-Atemübungen kombiniert. Er beschreibt diese Übung unter diesem Link (auf englisch) detaillierter. Und hier ist die Priming-Übung.  Probiert es aus und versucht so oft wie möglich mit Priming, ob nun „guided“ oder alleine, in den Tag zu starten. Schon nach einer kurzen Zeit werdet ihr positive Effekte in eurem Leben und natürlich auch in eurem Handel haben!

Meinen Start in den Tag kurz vorgestellt

Abschließend werde ich euch kurz beschreiben, wie ich an mindestens 5 von 7 Tagen in den Tag starte: Kurz nach dem Aufstehen bringe ich mich durch ein ca. 20-minütiges Kraft- und anschließendes Cardioworkout oder einen Lauf so richtig in Schwung.  Nach einer eiskalten Dusche gehe ich bei Bedarf (z.B.: schlechter Laune) obige Fragen durch oder prime mich mit Robbins 15-min-Audioclip in Richtung Dankbarkeit, Glück und Optimismus. Während des Tages höre ich bei Hausarbeiten oft Podcasts oder Hörbücher an, die mich motivieren und positiv beeinflussen. Außerdem achte ich darauf nicht allzu viel zu sitzen und jede negative Gedankenspirale schon im Ansatz zu ersticken. Den Gewinn an Lebensqualität den ich durch diese einfachen Anwendungen erziele, lohnt den täglichen Zeitaufwand von ca. 60min täglich. Ohne diese Routine, würde es diesen Blog mit Sicherheit nicht geben!

Ich hoffe ihr probiert es selbst aus und profitiert sowohl im Handel als auch im Alltag von den Ratschlägen 😉

Genießt euer Wochenende! 🙂

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Wenn euch das Konzept von Tradevolution gefällt, würde ich mich über ein „Like“ der Tradevolution Facebook-Seite freuen. Neben relevanten TV-Blogbeiträgen poste ich dort börsentäglich High-Quality Content aus den Bereichen MacroEconomics, US-Aktienmarkt, Edelmetalle und Bitcoin. Den Newsflow könnt ihr selbstverständlich offline stellen, falls euch die Artikel nicht interessieren. Danke ?

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