FED mal wieder im Blindflug: Wie aus Zinserhöhungen bald Zinssenkungen werden!

Das Doppelmandat der FED kurz erklärt, Herleitung warum ich von baldigen Zinssenkungen ausgehe (5 min Lesezeit

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eute möchte ich meine Gedanken dem Thema „FED und weitere Zinserhöhungen“ widmen.

Doppelmandat der FED

Die FED hat im Gegensatz zur EZB ein Doppelmandat. Sie schaut neben der Inflations- auch auf die Arbeitslosenrate. Die von der FED ausschlaggebende US-Arbeitslosenrate U3 ist in den letzten Monaten auf unter 5% gefallen. Aus historischer Sicht ist somit nicht mehr viel Platz nach unten, denn nachhaltig unter 5% fiel  in den letzten Jahrzehnten die Arbeitslosenraten nie. Somit können wir im „best case“ mit einer stagnierenden US-Arbeitslosenrate rechnen. Im Falle einer, aufgrund der Länge des aktuellen „Business Cycles“, längst überfälligen US-Rezession die Gefahr eines Anstiegs der Arbeitslosenrate vorhanden.

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Die US-Konsumentenpreisinflation und was sie beeinflusst

Werfen wir nun einen Blick auf den von der FED verwendeten US-Konsumentenpreisindex (CPI-U ). Die CPI-Inflation erholte sich in den letzten 12 Monaten von 0% auf 2% deutlich. Gemäß der FED waren vor allem steigende Löhne für einen Anstieg der Inflationsrate zuständig. Das allerdings die Preisentwicklung der Basisrohstoffe, allen voran des Ölpreises die Inflation maßgeblich beeinflussen  (vereinfacht: Rohstoffpreise (+) > Produzentenpreise (+) > Konsumentenpreisinflation (+) und umgekehrt) wird von den Mainstreamökonomen und Zentralbanken gerne übersehen. Ein Grund, warum die FED in den vergangenen Jahren mit ihrer Inflationsprognose fast immer falsch lag.

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Der CRB-Rohstoffindex als Kanarienvogel hinsichtlich der Inflationsentwicklung

Schauen wir uns nun die jüngste Preisentwicklung des CRB-Rohstoffindexes an, welcher 19 Rohstoffe aus den Bereichen Energie, Landwirtschaft, Industrie- und Edelmetalle beinhaltet an. Der CRB befindet sich in einem langfristigen  Abwärtstrend und hat die zwischen 200 und 180 Punkten verlaufende Konsolidierungszone  gerade erst nach unten durchbrochen. Ein Retest des jüngsten Tiefs bei 155 Punkten ist wahrscheinlich.  Der Ölpreis hingegen sitzt noch auf einer Unterstützungzone ($44-$42). Sollte diese brechen ist der Weg in Richtung des nächsten Unterstützungsclusters bei $30 frei.

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Die jüngste Preisentwicklung bei den Rohstoffen ist somit mindestens als disin- wenn nicht sogar als deflationär zu bewerten. Wie aus dem unteren Chartteil ersichtlich, ist die Änderungsrate des US-Konsumentenpreisindex CPI schon seit Anfang 2017 negativ. Ein weiterer Verfall der Rohstoffpreise wird den CPI  fallen lassen und somit der FED kaum Luft hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen geben. Gesellt sich noch ein schwächelnder US-Aktienmarkt und/oder eine US-Rezession und in Folge dessen eine steigende US-Arbeitslosenrate hinzu, können wir eine 180-Grad Wende der FED-Zins & Geldpolitik in Richtung Zinssenkung und QE-„newest Edition“ erwarten.  Über die Auswirkungen einer solchen geldpolitischen Trendwende werde ich mir in den nächsten Tagen Gedanken machen :-).

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